Kariologie
Abrasion – Verlust an Zahnhartsubstanz durch körperfremde Substanzen
Amalgam
Attrition – Verlust an Zahnhartsubstanz durch Zahn-zu-Zahn-Kontakt
Entfernung beeinträchtigender Schleimhautbänder
Entstehung der Karies
Frontzahnfüllungen Klasse III
Frontzahnfüllungen Klasse IV
Goldhämmerfüllung
Goldinlays
Komposit: große Klasse I
Komposit: minimalinvasive, kleine Klasse II
Komposit: mittlere Klasse II
Overlays
Therapie von Zahnhalsdefekten
Übersicht zu Inlays, Onlays, Kronen
Ästhetische Behandlungsmethoden
Bleichen vitaler Zähne
Direkte Form-/Größenkorrektur - Formveränderung
Direkte Form-/Größenkorrektur - Lückenschluss
Veneers
Endodontie
Entstehung der Pulpitis und Nekrose
Erosion

Zu welchen Beschwerden kann es bei einer Erosion kommen?

Bei Zahnhartsubstanzverlusten, verursacht durch Erosionen, kann es zu starken Überempfindlichkeiten der Zähne kommen. Wird die Ursache nicht beseitigt und es kommt weiterhin zu einem Fortschreiten der Defekte, kann dies solch starke Veränderungen der Zahnform mit sich führen, dass das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigt ist.

Welche Speisen und Getränke sollte ich vermeiden, um das Fortschreiten der Erosion zu verhindern?

Häufiger Genuss von säurehaltigen Getränken wie etwa Softdrinks, Fruchtsäfte, Limonaden, Sportlergetränke bzw. andere säurehaltige Nahrungsmittel wie beispielsweise Fruchtbonbons oder auch Essig führen zu verstärkten Erosionen und sollten vermieden oder aber in stark verdünnter Form zugeführt werden.

Was wird bei einer Kompositrestauration genau gemacht?

Für die Restauration von Zahnhartsubstanzdefekten stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Bei dem Werkstoff Komposit handelt es sich um ein zahnfarbenes und plastisches Füllungsmaterial, das nach Einbringen in die Kavität chemisch oder durch Energiezufuhr (meist durch Licht) ausgehärtet wird. Damit der Werkstoff dicht und lange an dem Zahn haftet, wird dieser vor dem Einbringen vorbehandelt (konditioniert). Diese Vorbehandlung ermöglicht eine mikromechanische Haftung am Zahn.

Was ist ein Dentinbonding-Produkt?

Eine Kompositfüllung, die auch im Dentin haften soll, muss über so genannte Dentinhaftvermittler (Dentinbondings) verankert werden. Diese Produkte sind in der Lage, das hydrophobe Komposit mit dem hydrophilen Dentin zu verbinden. Da es sich hier um eine sehr techniksensible Methode handelt, müssen die Bonding-Produkte genau nach Herstellerangaben verwendet werden.
Da diese Produkte eine innige Verbindung mit dem Zahn eingehen und die Oberfläche versiegeln,kann solch eine Dentinbondingschicht auch als alleinige erste Therapie bei Erosionen angewendet werden.


Was sind indirekt hergestellte Restaurationen?

In Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Kompositrestaurationen (direkt hergestellte Restauration) handelt es sich bei laborgefertigten Restaurationen um so genannte indirekte Werkstücke zum Ersatz verloren gegangener Zahnhartsubstanz. Im ersten Termin wird hierbei der Zahn vom Zahnarzt nach gewissen Präparationsregeln beschliffen und ein Abdruck angefertigt.
Der Zahn wird dann mit einem Provisorium versehen. Bis zum nächsten Zahnarzttermin stellt der Zahntechniker das indirekte Werkstück her. Dieses wird dann in einem zweiten Termin nach Entfernung des Provisoriums eingesetzt. Diese Werkstücke sind meist aus Keramik oder Gold.

Was passiert, wenn die Erosion fortschreitet?

Bei fortschreitender Erosion kann es zu einem solch starken Zahnhartsubstanzverlust kommen, dass die Zähne extrem empfindlich auf Reize reagieren (z. B. heiß, kalt, süß, sauer). Ein weiterer Verlust führt zu einer unschönen Formgebung der Zähne bzw. zum Verlust kautragender Anteile und somit zur Bissabsenkung.

Was kann ich tun, damit es zu keiner Erosion mehr kommt?

Bei Substanzverlust aufgrund von Erosionen sollte eine ausführliche zahnärztliche Befundung durchgeführt werden mit Ernährungsanamnese und Abklärung gewisser Gewohnheiten (z. B. Erbrechen nach dem Essen) oder Allgemeinerkrankungen. Neben einer eventuellen allgemeinmedizinischen Therapie sollte unbedingt auf eine Vermeidung saurer Reize geachtet werden.

Patientengerechte Erläuterung der Zahnerosion


Laut Definition versteht man unter Zahnerosion einen oberflächlichen Zahnhartsubstanzverlust, der durch einen chemischen Prozess ohne Bakterienbeteiligung verursacht wird. Er entsteht durch häufige Säureeinwirkung auf die Zahnhartsubstanz.
Zu einem Säurekontakt kann es aus verschiedenen Gründen kommen. Als mögliche Ursachen werden zum einen äußere (exogene) Faktoren wie die häufige orale Zufuhr von säurehaltigen Nahrungsmitteln (u. a. Zitrusfrüchte, Äpfel, kohlensäurehaltige Getränke, Weine, Vitamin-C-Produkte, Essig) sowie die berufsbedingte Säureexposition (z. B. Säuredämpfe bei Metallbeizern, Herstellung von Batterien, Weinverkoster) angesehen. Zum anderen werden innere (endogene) Faktoren wie chronische Magen-Darm-Störungen (Reflux), Magersucht, Bulimie, Schwangerschaft und Alkoholismus mit häufigem Erbrechen des sauren Mageninhaltes (Einwirkung von Magensäure) dafür verantwortlich gemacht.

Funktion des Speichels

In der Regel besteht in der Mundhöhle ein Gleichgewicht zwischen De- und Remineralisation. Ist dieses Gleichgewicht zu Gunsten der Demineralisation verschoben, kommt es zum erosiven Defekt. Hier kommt dem Speichel eine entscheidende Rolle bei der Entstehung zu. Der Speichel stellt das Hauptmedium zur Neutralisation der Säure sowie zur Remineralisation aufgetretener Demineralisationen an der Zahnhartsubstanz dar. Er bewirkt eine Säureverdünnung, Säureabbau, Säureneutralisation, Verminderung der Schmelzauflösung durch das Vorhandensein von Kalzium- und Phosphationen im Speichel, eine Remineralisation und stellt die Quelle zur Pellikelbildung (erworbenes Schmelzoberhäutchen) dar. Ist die Speichelbildung oder seine Fähigkeit zur Pufferung von Säuren gestört, kann die Zahnsubstanz nicht mehr ausreichend geschützt werden.
Der Konsum saurer Nahrungsmittel und Getränke hängt sehr stark mit dem Fortschreiten der Erosion zusammen. Zusätzlich kann ein deutlich erhöhtes Fortschreiten der erosiven Defekte bei Patienten festgestellt werden, die viele verschiedene saure Speisen oder Getränke pro Tag einnehmen, eine geringe Pufferkapazität des Speichels aufweisen und Zahnbürsten mit harten Borsten benutzen. Auch Kinder zeigen bei gleicher Konsumhäufigkeit ein erhöhtes Risiko.

Mechanische Belastung

Verschiedene Studien zeigen, dass die meisten Zahnhartsubstanzdefekte nicht nur aufgrund von Säureeinwirkung, sondern in Kombination mit mechanischer Belastung entstehen. Besonders die Beanspruchung durch das Zähneputzen nach dem Genuss säurehaltiger Nahrungsmittel erweist sich als nachteilig, da die durch die Säure aufgeweichte Zahnhartsubstanz viel leichter »abgeputzt« (abradiert) wird.
Bereits Milchzähne können Erosionen aufweisen. Durch eine dünnere Schmelzschicht kommt es schneller zur Freilegung des Zahnbeins (Dentin). Zusätzlich ist die Abrasionsanfälligkeit von weicherem Schmelz erhöht, was den oft massiven Hartsubstanzverlust von Milchzähnen erklärt.
Milchzahnerosionen sind jedoch in der Regel von geringer klinischer Relevanz, da die Funktion des Milchgebisses meist nicht beeinträchtigt ist. Erosive Veränderungen lassen sich in drei Phasen einteilen:
Klasse 1 entspricht der frühen Phase und somit einer rein oberflächlichen Schmelzbeteiligung. Diese ist nur schwer zu erkennen. Die Schmelzoberfläche ist leicht verändert sowie von glattem und mattem Aussehen. In dieser Phase ist eine Remineralisation der Defekte möglich. Klasse 2 und Klasse 3 sind Unterteilungen der späten Phase. Dabei handelt es sich bei Klasse 2 um Schädigungen mit weniger als einem Drittel Zahnbeinbeteiligung. Bei Klasse 3 beträgt die Zahnbeinbeteiligung mehr als ein Drittel. Die oberflächliche Schmelzstruktur ist vollständig zerstört, sodass eine Remineralisation nicht mehr möglich ist.

Therapie der Erosion

Die Therapie der säurebedingten Zahnhartsubstanzverluste beginnt mit einer sorgfältigen Diagnostik und dem Finden des/der Auslöser. Es ist daher wichtig, bei ersten Anzeichen prophylaktische Maßnahmen einzuleiten, um das Fortschreiten der Schädigungen zu verhindern. Dazu gehört vor allem das Erörtern der Ursachen (Lebens-/Essgewohnheiten) und die Karenz solcher schädigenden Einflüsse, da derartige Defekte – ist einmal Zahnbein freigelegt – ansonsten sehr rasch fortschreiten und eine Remineralisation nicht mehr möglich ist.
In einem Ernährungsanamnesebogen (Ernährungsprotokoll) sollte dokumentiert werden, wann, was und wie viel an erosiven Nahrungsmitteln und Getränken eingenommen wird. Das Ziel der Ernährungslenkung ist eine Reduktion der Säureaufnahme und der Verweildauer in der Mundhöhle sowie eine Sensibilisierung auf schädigende Gewohnheiten (wie z. B. das Zähneputzen direkt nach dem Konsum saurer Getränke).
Neben der Ernährungsanamnese ist eine ausführliche Anamnese zur Abklärung von Allgemeinerkrankungen (endogene Ursache) notwendig. Da zahlreiche Medikamente Einfluss auf den Speichel nehmen können, ist eine Speichelanalyse mit Sekretionsrate und Pufferkapazität erforderlich.
Es ist zusätzlich zu beachten, dass ein direkter, intraoraler Kontakt von Medikamenten mit niedrigem pH-Wert bei längerer Verweildauer ebenfalls die Zahnsubstanz direkt schädigen kann (z. B. Lutschen einer Aspirin- oder Vitamin-C-Tablette). Allgemeinerkrankungen aufgrund möglicher allgemeinmedizinischer Ursachen müssen beispielsweise zusammen mit dem Hausarzt erörtert werden, um dann individuelle allgemeinmedizinische Therapien einzuleiten:
– Bei einem Patienten mit Magen-Darm-Störungen steht eine genaue Abklärung der Ursache des Reflux mit anschließender medikamentöser oder operativer Behandlung im Vordergrund.
– Patienten mit Magersucht oder Bulimie benötigen primär eine psychologische Therapie zur Beseitigung der Ursache.
– Bei berufsbedingter verstärkter Exposition mit Säuren sollte im Sinne des Arbeitsschutzes nach vorsorglichen Maßnahmen gesucht werden. Hier könnte zum Beispiel eine Schutzschiene hergestellt werden, die während der Arbeitszeit über den Zähnen getragen wird.
Eine Mundhygieneberatung sollte ebenfalls zum Spektrum der zahnärztlichen Maßnahmen gehören:
– Patienten mit erosiven Defekten müssen einer regelmäßigen, angemessenen häuslichen Mundhygiene nachgehen.
– Ein Reinigen der Zähne direkt nach Säurekontakt sollte vermieden werden.
– Der Gebrauch von wenig abrasiven (»abscheuernden«) Zahnpasten, einer weichen Zahnbürste sowie eine schonende Bürsttechnik sollten empfohlen werden.
– Zusätzlich sollte wöchentlich ein hoch konzentriertes Fluoridgel appliziert werden.
– Patienten mit der beschriebenen Problematik sollten in ein Recall-System aufgenommen werden.
Zur Prophylaxe, aber auch zur Therapie sind Fluoride von Wichtigkeit. In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass erweichter Schmelz nach Säureexposition von Nahrungsmitteln mit Fluoriden schneller wieder erhärtet wird. Ebenso wurde nachgewiesen, dass durch regelmäßige Fluoridierung das Fortschreiten von Erosionen reduziert wurde.
Zusätzlich sollte – wie bereits bei den Ursachen erwähnt – auf mechanische Belastung verzichtet werden.
Die zahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen von Erosionen, die das Dentin fast oder bereits erreicht haben, können mit einem noninvasiven Dentinbonding-Produkt abgedeckt werden (Abdecken freiliegender Zahnhartsubstanz). Dadurch werden auftretende Überempfindlichkeiten und das Fortschreiten der Schädigung vermieden.
Alternativ können diese Defekte auch mit einer Kompositrestauration aufgebaut werden. Der Vorteil der direkten Restauration mit Komposit liegt in der defektbezogenen Sanierung ohne zusätzliche Opferung gesunder Zahnhartsubstanz. Sollte der Verlust jedoch größer sein, ist eine aufwändigere Rekonstruktion mittels indirekt hergestellter Restaurationen (Inlay, Overlay, Krone) notwendig.
Frakturen im mittleren und koronalen Wurzeldrittel
Therapie der Pulpitis
Wurzelspitzenresektion im Frontzahnbereich
Wurzelspitzenresektion im Seitenzahnbereich des Oberkiefers
Wurzelspitzenresektion im Seitenzahnbereich des Unterkiefers
Parodontologie
Geschlossene Kürettage mit Ultraschall
Geschlossene Kürettage, konventionell
Konservative Parodontaltherapie - Geschlossene Kürettage, konventionell
Konservative Parodontaltherapie - Offene Kürettage
Offene Kürettage
Parodontalchirurgie - Entfernung beeinträchtigender Schleimhautbänder
Parodontaltherapie - Geschlossene Kürettage mit Ultraschall
Pathologie - Allgemeine Entstehung der Gingivitis u. Parodontitis
Pathologie - Gingivahyperplasien bei systemischen Erkrankungen
Prophylaxe - Modifizierte Bass-Technik
Prophylaxe - Professionelle Zahnreinigung
Prophylaxe - Reinigung der Zahnzwischenräume mit der Zahnzwischenraumbürste
Prophylaxe - Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide
Prophylaxe - Zungenreinigung
Prothetik
Brücke
Doppelkronen
Galvanokrone
Geklebte konfektionierte Faserstifte
Große Lücken im Frontzahnbereich
Große Lücken im Seitenzahnbereich
Gusskrone
Implantate mit Steg
Implantate – prothetische Aspekte
Keramikkronen mit Rillen-Schulter-Geschiebe
Keramikverblendbrücke
Klammerprothese
Klammerprothese im Lückengebiss
Klebebrücke
Kleine Lücken im Frontzahnbereich
Kleine Lücken im Seitenzahnbereich
Metallkeramikkrone
Metallkeramikkrone mit Keramikschulter
Resilienzteleskope
Teilkrone
Totalprothese
Versorgung einer Seitenzahnlücke mit einer Goldguss-Inlaybrücke
Versorgung einer Seitenzahnlücke mit einer Goldguss-Inlaybrücke
Versorgung einer Seitenzahnlücke mit einer Vollkeramik-Inlaybrücke
Vollgussbrücke
Vollkeramikkrone
Vollkeramische laborgefertigte Stiftaufbauten
Übersicht Kronen
Übersicht über Zahnersatz bei Restbezahnung
Übersicht über Zahnersatz im zahnlosen Kiefer
Zementierte konfektionierte Stiftaufbauten
Zementierte laborgefertigte Stiftaufbauten
Chirurgie
Extraktion
Implantation – Allgemeine präoperative Diagnostik
Implantation – Augmentation
Implantation – Sinuslift
Operationsablauf der Implantation
Operative Weisheitszahnentfernung im Oberkiefer
Operative Weisheitszahnentfernung im Unterkiefer
Traumatologie
Avulsion
Intrusion
Komplizierte Kronenfraktur
Kontusion
Wurzelfraktur im apikalen Drittel
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Zahnhartsubstanzdefekte

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