Kariologie
Abrasion – Verlust an Zahnhartsubstanz durch körperfremde Substanzen
Amalgam
Attrition – Verlust an Zahnhartsubstanz durch Zahn-zu-Zahn-Kontakt
Entfernung beeinträchtigender Schleimhautbänder
Entstehung der Karies
Frontzahnfüllungen Klasse III
Frontzahnfüllungen Klasse IV
Goldhämmerfüllung

Wieso heißen Goldhämmerfüllungen so?

Früher wurde das Gold in einer Kavität mittels fein dosierter Hammerschläge verdichtet. Dazu wurde ein spezieller zahnärztlicher Hammer verwendet. Heutzutage wird das Gold in aller Regel maschinell verdichtet.

Ist das Legen einer Goldhämmerfüllung schmerzhaft?

Nein, der Zahn wird in den allermeisten Fällen betäubt, wie bei anderen Füllungen auch.

Wie sieht es mit der Temperaturleitfähigkeit des Goldes aus; wird der Zahn nicht temperaturempfindlich?

Insbesondere kann – wie bei anderen metallischen Füllungen auch – bei größeren Kavitäten eine vorübergehende leichte Temperaturempfindlichkeit auftreten. Diese Temperaturempfindlichkeit bildet sich jedoch wieder zurück.

Warum muss der Zahn mit einem Kofferdam (Spanngummi) während der Behandlung versehen werden?

Dies ist notwendig, da auch nur der geringste Flüssigkeitszutritt in die Kavität beim Legen der Füllung die Kaltverschweißung des Goldes stören würde; die Füllung könnte dann nicht fertig gestellt werden.

Wie hoch sind die Kosten und erstattet die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?

Für eine einfache, kleine Goldhämmerfüllung muss derzeit mit mindestens
125 € gerechnet werden (GOZ, 2,3facher Satz). Dazu kommen die Kosten für das Gold, die Anästhesie, den Kofferdam und verschiedene zusätzliche zahnärztliche Leistungen, die erforderlich werden. Je nach Größe der Kavität können die Kosten auch steigen.

Patientengerechte Erläuterung der Goldhämmerfüllung

Das Gold für eine Goldhämmerfüllung

Gold ist ein biokompatibles (vom Körper gut verträgliches) Material und chemischen Einflüssen gegenüber weitestgehend resistent. Es korrodiert nicht, ist volumenbeständig, verfärbt nicht die Zahnhartsubstanz und ist außerordentlich gut polierbar, sodass eine bearbeitete Goldoberfläche praktisch keine Haftungsflächen für orale Mikroorganismen bietet. Es kann, allerdings vorübergehend, zu einer gewissen Temperaturempfindlichkeit des Zahnes kommen.
Das Gold für eine Goldhämmerfüllung wird in Form von manuell gerollten Goldfolien (Kügelchen, Zylinder), industriell hergestellten Goldzylindern, Goldschwämmen oder als Goldkügelchen verwendet, die zusätzlich  Goldpulver enthalten. Häufig werden verschiedene Goldformen kombiniert, beispielsweise bei der so genannten Furniertechnik.

Furniertechnik

Die Furniertechnik beruht auf dem Prinzip, nicht die ganze Kavität mit Foliengold zu stopfen, sondern zunächst eine Basis aus Schwamm-Gold (Mat-Gold) herzustellen, die anschließend mit einem Furnier aus Foliengold bedeckt wird. Dieses Mat-Gold kann zwar sehr hart kondensiert,aber nicht vollkommen porenfrei verdichtet werden und wird daher zum schnellen Aufbauen eines Füllungskernes benutzt. Die homogene und dichte Füllungsoberfläche wird danach mit Foliengold ausgeführt.

Indikationen

Die Präparationsform bei einer Karies auf der Kaufläche richtet sich prinzipiell nach dem kariösen Befall. So können beispielsweise ohne Weiteres auf einer Kaufläche mehrere kariös befallene Grübchen separat versorgt werden.
Aber auch Zähne, bei denen die Karies die seitlich aneinander grenzenden Flächen betroffen
hat, können mit einer Goldhämmerfüllung versorgt werden, wenn die Karies geringgradig ausgeprägt ist. In diesen Fällen sind die Präparation der Kavität und auch die Kondensation des Goldes schwieriger und aufwändiger als bei einem Defekt auf einer Kaufläche. In bestimmten Fällen kann auch im Bereich der Frontzähne im nicht sichtbaren Gaumenbereich beispielsweise eine Goldhämmerfüllung angezeigt sein.
Eine vergleichsweise häufige Indikation kann sich bei Zahnhalsdefekten ergeben. Hier kommen in aller Regel Zähne im nicht sichtbaren Bereich in Frage. Die Möglichkeiten der Randadaptation sowie die Biokompatibilität des Goldes kommen hier in besonderer Weise zum Tragen.
In geeigneten Fällen ist eine Reparatur eines Inlays oder einer Teilkrone/Krone möglich; beispielsweise ist das bei einer Schmelzfraktur am Rand oder bei einer perforierten Kaufläche denkbar. Die Form der Kavität richtet sich dann nach der jeweiligen Situation.
Eine Goldhämmerfüllung kann grundsätzlich in einer Sitzung fertig gestellt werden.

Die Kavitätenpräparation

Zur Kavitätenpräparation wird neben rotierenden Instrumenten eine Reihe von Handinstrumenten, so genannte Schmelzmeißel, benutzt, um die präparierten Flächen zu glätten und bestimmte Winkel im Inneren der Kavität vorzubereiten. Wenn aufgrund der Tiefe der Kavität eine Unterfüllung erforderlich ist, empfiehlt sich ein druckfestes Unterfüllungsmaterial.
Die Befestigung der gehämmerten Goldfüllung besteht in einer »Verkeilung« des Goldes in der Kavität (sog. Presspassung).

Einbringen der Goldfüllung (Furniertechnik)

Bei jeder Goldhämmerfüllung muss unter absoluter Trockenlegung behandelt werden. Das Anlegen eines so genannten Kofferdams (Spanngummi) ist unabdingbare Voraussetzung.
Zunächst wird das Mat-Gold mit einem entsprechenden Instrument aufgenommen und vorsichtig über einer Alkoholflamme ausgeglüht. Anschließend wird das sofort wieder erkaltete Gold auf den Kavitätenboden gelegt und kondensiert. Wenn notwendig, werden weitere Mat-Gold-Portionen auf diese erste Schicht aufgebracht und mit Handkondensation, gegebenenfalls auch maschinell, kalt verschweißt. Nach dem Aufbau des Füllungskernes folgt das Aufbringen der Furnierschicht mit Foliengold. Anschließend wird die Füllung konturiert und poliert.

Fazit

Es resultiert eine langlebige Füllung, Liegedauern von 20, 30 oder mehr Jahren sind keine Seltenheit.
Diese Füllungstechnik gewährleistet durch minimale, weitgehend defektorientierte Präparation und perfekte Randgestaltung eine sichere Versorgung eines kariösen Defektes.

Goldinlays
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Komposit: minimalinvasive, kleine Klasse II
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